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Abenteuer Bär startet

Abenteuer Bär startet

Kodiak Island  – WasserflugzeugAbenteuer

Ein großer Transporter bringt uns zu dem Office der Andrews Airline mit ihrem Park an Wasserflugzeugen, die aufgeregt im Wasser schaukeln. Der Wind peitscht den Regen über die kleine Bay, die Wellen kräuseln sich und erhalten vereinzelt weiße Schaumkrönchen.

Wir werden geteilt. Zwei Gruppen a 4 Leute.  Jede Gruppe darf zusammen auf die Waage, so muss sich keiner schämen, sagen sie hier. An sich sind wir Gruppe eins aber die Gruppe zwei fliegt zuerst los. Unser Flugzeug wird noch beladen und dann geht es doch flott. Die Gangway hinab, nass bis fast auf die Haut weil der Wind den Regen überall hineindrückt. Wir werden vom Piloten begrüßt. Ein großer, drahtiger Mann mit weißem Schnauzer und Basecap, Sonnenbrille. Ich glaube, Piloten tragen immer Sonnenbrillen, egal ob die Sonne scheint oder nicht. Aber er wirkt sehr vertrauenswürdig, vielleicht wegen des schlohweissem Schnauzers, dessen Enden sich links und rechts an den Mundwinkeln vorbei hinab ziehen. Das verleiht ihm zudem viel Gemütlichkeit.

Bernd sitzt vorn, ich krabble nachgingen ans Fenster.  Plötzlich sind die Aussichten bei diesem Mistwetter fliegen zu müssen, nicht mehr so schlimm. Das Abenteuerfeeling hat uns gepackt.
Ich bekomme gesagt, die Tür nicht zu öffnen, und verspreche, das ich das nicht vorhabe. Kopfhörer auf, Zewa in die Hand um die beschlagenen Scheiben zu entnebeln und schon wird der Motor angeschaltet. Der Propeller vorn krächzt einmal und bewegt sich schneller und schneller.

Der Pilot gibt an den kleinen Tower durch, das er sich auf den Weg macht, und erklärt , was er an Bord hat, bekommt das okay und die beiden Männer draußen binden uns los und schon schippern wir auf dem welligen Wasser auf die kleine Bay hinaus. Der Pilot dreht an etlichen Knöpfen und Rädern , wischt noch einmal alles frei und dann geht es flott ab. Ein bisschen Anlauf und sanft heben wir uns von der Wasseroberfläche aus in die Lüfte. Schon nach wenigen Metern Höhe schlägt der Wind zu. Es wackelt durchaus spürbar. Wir steigen verwackelt nach oben, so auf etwas über Baumhöhe pegelt sich die Flughöhe erst einmal ein, bis wir Kodiak verlassen haben. Viel zu sehen gibt es ja nicht.

Dann wird es wirklich huggelig. Der kleine Flugzeugzeugchen wackelt nach links und nach rechts. Schaukelt munter im Wind. Ab und an sackt es ein Stück nach unten weg. Alles in allem sicher kein Flug für Leute mit Magenbeschwerden und Übelkeitsneigungen, aber dennoch passabel. Unter uns, soviel ist trotz des schlechten Wetters erkennbar, viel Grün auf den kleinen und großen Inseln hier entlang der Küste.

Später dann der Ozean unter uns. Genauer gesagt der Golf von Alaska. Viele Schaumkronen tummeln sich hier auf den Wellenkämmen. Wir hoffen auf Wale, aber Ihr kennt das ja inzwischen, gestern, ja gestern gab’s hier einige Humpbacks. Letztens sogar eine muntere Gruppe Orcas… sicher doch. Heute gibt es nichts. Nur ein Fischerboot mit Schleppnetz.

Dann werden die Inseln größer und die Berge höher. Diese Inseln sind fast Baumlos und sehen echt aus, als habe wer einen weichen grünen Teppich drüber gelegt. Wie mit Samt bezogen. Toll.

Dann taucht die Lodge auf mit ihrem grünen Dach. Wir fliegen eine strenge Linkskurve, nicht nett, ehrlich nicht, es wirkt nämlich als ob wir total gekippt fliegen. Dann geht es noch ein letztes Stück gerade aus, wir sinken stetig und schwups berühren wir mit einem Hupller die Wasseroberfläche. Angekommen. Wir werden schon sehnsüchtig erwartet.

Unser Abenteuer auf der Bärenlodge kann beginnen.